The sticking point
Performance
performed:
- SPÖ Bildungszentrum, Vienna. 12.09.2012
Co-Performer:
Valentin Schipfer
Das Bild an der Wand, die unbewegte Frau im Türrahmen, die Schönheit in der Stille. Das frühe Hollywoodkino war erster Vorreiter in der Deklaration wie eine Frau in den Augen eines Mannes zu sein hat: Schön, anmutig, ruhig, leise; präsent aber dennoch zurückhaltend.
Was Frau sein heute bedeutet, scheint zwar freier wählbar, dennoch soll eine Frau oft ähnliche traditionelle Vorstellungen verkörpern.
In dieser Performance von Jasmin Schaitl wird die Performerin zu Beginn und am Ende von einem männlichen Performer immer mehr von der Außenwelt abetrennt und an die Wand „verbannt“. Zuerst werden die Füße, dann die Hüfte, dann die Brüste und zuletzt auch der Kopf und Gesicht von den Zuschauern abgeschottet. Unterbrochen wird diese Handlung durch die kurze Eigeninitiative der Künstlerin, die sich ihren Oberkörper selbst mit Tape an die Wand klebt.
Die Skulptur an der Wand, das Objekt der Performance ist kurzweilig, es existiert solange, bis die Performerin wieder Frau, wieder Individuum wird. Die Hülle der Performance ist autonomes Performancedokument, es zeigt die Innenseite, die verletzliche Seite des Individuums, welches sich hinter Normen, Vorstellungen und Vorbildern verbirgt.

















